Donnerstag, 9. September 2010

Referenzen








Foto: DOTI 2009 / Matthias Ibeler






Am 16. November wurde die letzte der 12 Anlagen des ersten deutschen Offshore Windparks „alpha ventus“ rund 45 Kilometer nördlich von Borkum auf den Meeresboden der Nordsee installiert. Insgesamt benötigte der Windpark eine Bauzeit von gut 7 Monaten. Mit den 12 x 5 MW-Anlagen vom Typ Repower und Multibrid können zukünftig rund 50.000 deutsche Haushalte mit Strom beliefert werden.

Für die Investoren und Betreiberfirmen E.ON Energie, EWE und Vattenfall Europe, die sich für dieses richtungsweisende Bauvorhaben zur „Deutschen-Offshore-Testfeld- und Infrastruktur GmbH&Co.KG“ (DOTI) zusammengeschlossen haben, ist es ein Pilotprojekt von unschätzbarem Erfahrungswert für die zukünftige Entwicklung der gesamten deutschen Windenergiebranche im Bereich Offshore. Bereits im September 2008 wurde als erste Baumaßnahme die sogenannte Umspannplattform errichtet und Anfang Mai 2009 an das bereits zum Festland bereitliegende Seekabel angeschlossen. Im April 2009 wurden in einer Wassertiefe von ca. 30 Meter die ersten zwei Fundamente, sogenannte „Tripods“, im Meer versenkt und verankert. Weiterführende aktuelle Informationen sowie Livebilder vom Baufeld „alpha ventus“ sind auf der Homepage unter www.alpha-ventus.de zu finden.
     

Die AG Reederei Norden-Frisia ist von Beginn an im Rahmen des Projektes „alpha ventus“ als Servicepartner für Transport- und Logistikleistungen eingebunden. Im Juli 2008 wurde von der DOTI und der Reederei ein Vertragspaket unterzeichnet, welches unter anderem das Stellen eines Seeschiffes, welches das Baufeld gegen den allgemeinen Seeverkehr absichert, die Einrichtung eines Shuttledienstes für Personen und Material zwischen Baufeld und Festland sowie seit 2009 auch die Koordination aller Schiffsbewegungen zum Baugebiet umfasst. Bereits seit 2007 verfügt die AG Reederei Norden-Frisia durch die Kooperation mit der im Bereich Lufttransfers seit rd. 30 Jahren tätigen Firma WIKING Helikopter-Service in Mariensiel (Wilhelmshaven) über einen starken Partner im Offshore-Bereich. Die auch schlechtwettertauglichen Helikopter gewährleisten eine weitergehende Verfügbarkeit von Transportkapazitäten für Transfers zu Wasser oder Luft. Das Leistungsangebot beider Partner wird über die gemeinsame Tochtergesellschaft FRIKING GmbH am Markt angeboten.



Forschungsarbeiten
Bevor es zur Produktion von Strom auf See kommt, ist es ein langer Weg. Im Rahmen eines umfangreichen Genehmigungsverfahren für Windparks muss der Errichter nicht nur ein weitreichendes Konzept über Planung, Bau- und Betriebsphase sowie die Rückbauphase liefern, sondern auch den Nachweis erbringen, dass die Eingesetzten Materialien sowie der Standpunkt des Offshoreparks für die Umwelt unbedenklich sind.
Für die notwendigen Umweltgutachten sind umfangreiche Daten zu ermitteln, die im Rahmen von Forschungsfahrten gewonnen werden. Für diese Zwecke wurde im Jahr 2008 und 2009 die MS „Beaufort“ eingesetzt. Das 50 Meter lange Schiff verfügt über ausreichend Unterbringungsmöglichkeiten für Ihre Crew, Materialien sowie für das Forschungspersonal. Nachgerüstet wurde das Schiff mit umfangreicher Technik wie z.B. einem Vertikalradar oder Beobachtungsboxen zur Vogelzählung. Des Weiteren wird die MS „Beaufort“ für Vermessungsfahrten oder der Entnahme von Bodenproben eingesetzt.


Letzte Änderung: 18.08.2010, Seite 475
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